Ich wurde 1965 in
Franken geboren. Mein Vater war Franke, meine Mutter Berlinerin. Die
ersten 18 Jahre meines Lebens verbrachte ich in einem Dorf in Franken.
Durch meinen Beruf bin ich dann später häufig umgezogen, um dann 2009
endgültig in Berlin anzukommen. Ein Kreis hat sich geschlossen.
Über viele Jahre war ich beruflich intensiv mit Ästhetik,
der Oberfläche und dem Erscheinungsbild von Orten und Menschen
beschäftigt. Das hat mich geprägt und meinen Blick mit der Zeit
verändert. Immer mehr interessierten mich die inneren Vorgänge des
Menschen, seine ganz persönlichen Motivationen. Was macht einen Menschen
aus? Welche Wurzeln gibt es, und was ist im Laufe des Lebens gewachsen?
Ich schaue genau hin, höre aufmerksam zu und spüre oft auch
das, was nicht direkt ausgesprochen wird. Meine grundsätzlich
wohlwollende und versöhnliche Haltung den Menschen gegenüber – den
Lebenden wie den Verstorbenen – bildet das Fundament meiner Trauerreden.
Die Trauerrede kann auch in englischer Sprache gehalten werden.
Mein Anliegen ist es, die Persönlichkeit des oder der
Verstorbenen wirklich zu erfassen und in Worte zu fassen. So entstehen
letzte, zugewandte Portraits, die von Verständnis und Zuneigung geprägt
sind und den Hinterbliebenen eine Brücke in die Zeit des Abschieds und
des Danach bauen.